Herz- und Lungenerkrankungen

Herz- und Lungenerkrankungen zählen zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen. Durch ihre enge Verbindung zu einander hat die Erkrankung des einen Organs meist auch über lang oder kurz die Erkrankung des anderen Organs zur Folge.

Nehmen Sie Symptome wie Brustschmerzen, Herzstolpern, Atemnot oder Husten nicht auf die leichte Schulter und lassen Sie uns gemeinsam der Ursache auf den Grund gehen. Als Facharzt für Innere Medizin und Lungenheilkunde und gleichzeitiger langzeitiger Ausbildung an kardiologischen Abteilungen sind mir jene Krankheitsbilder sehr bekannt und einer fachspezifischen Diagnostik und Therapie sehr nahe.
Krankheitsbilder:

Lungen-
entzündung

Bei einer Lungenentzündung handelt es sich um eine Infektion, die durch Viren, Bakterien oder Pilze ausgelöst werden und verschiedene Teile der Lunge betreffen können. Die Bakterien bewirken, dass sich das Lungengewebe bzw. die Lungenbläschen entzünden. Selten aber doch können auch Allergien oder giftige Gase Lungenentzündungen hervorrufen. Besonders betroffen sind immungeschwächte Personen oder Menschen mit bestimmten Erkrankungen wie Diabetes oder Asthma, aber auch ältere Menschen oder Säuglinge und Kleinkinder sind anfälliger.

Symptome:
  • hohes Fieber
  • Husten
  • Schüttelfrost
  • Atembeschwerden
  • Starkes Krankheitsgefühle (Müdigkeit, Kraftlosigkeit)
Behandlung:

Lungenentzündungen kommen sehr häufig vor, doch unbehandelt kann die Erkrankung schwere Komplikationen nach sich ziehen oder im schlimmsten Fall sogar lebensgefährlich sein. Sollten Sie die oben genannten Symptome wahrnehmen, dann kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt. Er wird Ihre Lunge und Ihr Herz abhören und Sie nach Ihren Beschwerden befragen. Gegebenenfalls wird auch eine Blutprobe oder ein Röntgenbild Ihrer Lunge gemacht. Handelt es sich bei Ihrer Erkrankung um eine bakteriell bedingte Lungenentzündung kann Ihr Arzt Ihnen auch Antibiotika verschreiben. Für immunschwache Personen kann auch eine Impfung in Erwägung gezogen werden.

Was können Sie selbst tun?
  • Nehmen Sie ihre Medikamente genau wie verordnet ein, auch wenn Sie keine Beschwerden mehr wahrnehmen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie viel Flüssigkeit zu sich nehmen. (Achtung bei herzkranken Patienten)
  • Verzichten Sie während einer Lungenentzündung auf das Rauchen.
  • Sorgen Sie für ausreichend Ruhe, damit sich Ihr Körper auf die Heilung konzentrieren kann. (bis zu 6 Wochen und mehr kann Ihr Körper für die Regeneration benötigen)
  • Schützen Sie Ihr Umfeld, indem Sie sich regelmäßig die Hände waschen und nicht in Richtung Ihrer Mitmenschen husten.
 

Post-Covid Syndrom

Eine COVID-19-Infektion ist in der Regel bei leichtem Verlauf in ca. 2-3 Wochen, bei schwerem Krankheitsverlauf in ca. 3-6 Wochen überstanden. Einer Studie zufolge sind auf den ersten Blick die Befunde von ehemaligen COVID-Patienten unauffällig, doch bei näheren Untersuchungen hat sich gezeigt, dass eine überstandene COVID-19-Erkrankung Langzeit- und Spätfolgen hinterlassen kann, d.h. einige Patienten erholen sich nur langsam von einer schweren Infektion und sind somit längerfristig eingeschränkt.

Symptome:
  • Müdigkeit
  • Atemprobleme (Kurzatmigkeit, Husten)
  • Schmerzen
  • Verlust des Geruchs- und Geschmacksempfindens
  • Herzbeschwerden
  • psychische Belastungssymptome (Angst, Depression, Schlafstörung etc.)
  • Verminderung der Konzentrations- und Merkfähigkeit
Behandlung:

Ich möchte Post-Covid-Patienten auf dem Weg zur vollständigen Genesung begleiten und habe hierfür das Ziel gesetzt, die bestehenden Krankheitssymptome zu bewältigen, damit Sie beschwerdefrei in Ihren Alltag zurückkehren können. Je nach Ausprägung Ihrer Beschwerden werde ich gemeinsam mit Ihnen ein Therapieplan erstellen, das unter anderem die Atemtherapie, Lungenröntgen und Verlaufskontrollen umfasst.

 

Asthma bronchiale

Asthma ist eine chronische Erkrankung der Atemwege. Betroffene Personen haben dadurch überempfindliche Atemwege, wodurch sich die Bronchien durch verschiedene Auslöser anschwellen und verengen. Durch die Verengung der Atemwege, bleibt einem die Luft weg und es kann nicht mehr ungehindert ein- und ausgeatmet werden. Von einem Asthmaanfall wird dann gesprochen, wenn sich die Beschwerden kurzzeitig verstärken und mit Atemnot verbunden sind.

Ursachen:

Asthma kann durch allergische und nicht-allergische Auslöser entstehen. Ist die Atemwegserkrankung durch eine Allergie bedingt, dann tritt diese meist bereits im Kindesalter auf. Dagegen entwickelt sich das nicht-allergische Asthma erst im Laufe des Lebens. Asthma kann aber auch genetisch bedingt sein. Haben Angehörige Asthma, so ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass auch Sie Asthma haben werden. Eine genaue Anamnese ist meist das beste diagnostische Werkzeug für die Ursachenforschung.

Häufige Auslöser:

allergisches Asthma

  • Pollen
  • Staub (Hausstaubmilben)
  • Tierhaare
  • Nahrungsmittel

nicht allergisches Asthma

  • körperliche Anstrengung
  • Tabakrauch
  • Stress
  • Atemwegsinfektion
  • Kälte
Behandlung:

Asthma kann zwar nicht geheilt werden, ist aber gut kontrollierbar. Das Ziel der Asthmatherapie ist die Verringerung der Symptome und das Vermeiden zukünftiger Risiken. Die Behandlung folgt einem Stufenprozess und die Therapieziele werde ich vorab mit Ihnen gemeinsam festlegen, um Ihre Beschwerden möglichst zu verringern. Bei der Behandlung werden medikamentöse mit nicht-medikamentöse Maßnahmen kombiniert, um ein besseres Ergebnis zu erreichen.

 

COPD

COPD steht für chronisch obstruktive Lungenerkrankung und wird oft mit „Raucherlunge“ in Verbindung gebracht. Wenn Sie mit COPD diagnostiziert wurden, dann leiden Sie an einer lang andauernden fortschreitenden Lungenerkrankung, bei der die Atemwege dauerhaft verengt sind. COPD entwickelt sich über Jahre hinweg und kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen hervorrufen. Raucher zählen somit zu den am meisten betroffenen Personen, da der Hauptrisikofaktor für die Entstehung von COPD das Rauchen ist. Aber auch Passivraucher haben ein höheres Erkrankungsrisiko.

Symptome:
  • Husten
  • Atemnot
  • Auswurf
Behandlung:

Die COPD-Therapie ist eine Langzeittherapie und richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Die Therapie umfasst sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Maßnahmen. Ziel dieser Therapie ist die Linderung der Symptome, Steigerung der körperlichen Belastbarkeit, Vorbeugung von Verschlechterungen und die Vermeidung von Komplikationen. Da besonders Raucher von COPD betroffen sind, ist die Voraussetzung für die Therapie der Verzicht auf Nikotin. Denn nur durch den Rauchstopp können positive Veränderungen erreicht werden.

 

Herzschwäche

Bei einer Herzschwäche, auch Herzinsuffizienz genannt, können aufgrund einer Herzmuskelschwäche die Organe nur vermindert mit Blut versorgt werden. Dadurch wird der Körper auch weniger gut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Weiters besteht auch die Möglichkeit, dass sich das Blut vor dem Herzen staut und dadurch eine Wasseransammlung in der Lunge oder einen Wasserrückstau in den Beinen zur Folge hat. Sehr oft tritt die Herzschwäche in Verbindung mit anderen Erkrankungen wie Diabetes oder Nierenschwäche auf. Sie haben sowohl Einfluss auf den Verlauf der Herzmuskelschwäche als auf die Lebensqualität.

Symptome:
  • Luftnot
  • schnell eintretende Erschöpfung
  • Wassereinlagerung
  • Herzrasen
  • Schwindel
Behandlung:

Die Behandlung von Herzschwäche ist abhängig vom Schweregrad der Erkrankung. Bei einem milden Krankheitsverlauf können Medikamente oder auch der verbesserte persönliche Lebensstil Abhilfe schaffen. In schweren Krankheitsfällen können technische (z.B. Herzschrittmacher) oder operative Maßnahmen notwendig sein.

Vorbeugen können Sie durch eine Umstellung Ihres Lebensstils wie z.B. durch eine ausgewogene Ernährung, nicht Rauchen und ausreichend Bewegung.

 

Blutdruck

Das Blut wird durch das Herz in den gesamten Körper gepumpt und benötigt hierfür einen bestimmten Druck, der sogenannte Blutdruck. Aber je höher der Blutdruck ist, desto kräftiger muss das Herz arbeiten, um das Blut in die Blutgefäße und den Körper zu pumpen.

Jeder Mensch kann unter bestimmten Umständen einmal unter hohem Blutdruck leiden, besonders aufgrund von Einflüssen wie Stress, Anstrengung oder Aufregung. Auf kurze Sicht stellt das kein Problem dar, aber wenn der Bluthochdruck dauerhaft besteht, werden sowohl die Blutgefäße als auch das Herz geschädigt.

Symptome:
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühl
  • Nervosität
  • Übelkeit
Behandlung:

Ein unbehandelter Bluthochdruck kann verschiedene Organschäden hervorrufen, insbesondere in den Bereichen Herz, Nieren, Gefäße, Gehirn und Augen. Daher ist eine Behandlung des Bluthochdrucks sehr wichtig, um einerseits Ihre Lebensqualität zu verbessern und andererseits Folgeschäden zu vermeiden. Ziel der Therapie ist die Senkung auf den optimalen Wert abhängig von Ihrem Risikoprofil. Zur Behandlung kann Ihr Arzt abhängig von Ihrer Krankheitsgeschichte verschiedene Medikamente verschreiben. Wichtig ist aber auch die Optimierung des Lebensstils im Sinne einer unterstützenden Wirkung auf die Behandlung des Blutdrucks.

 

Herz-
klappenfehler

Von einem Herzklappenfehler wird gesprochen, wenn die Funktion einer oder mehrerer Herzklappen gestört ist. Im Rahmen eines Herzschlags kommt es zu einem kontrollierten Öffnen und Schließen der Herzklappen, um die Menge an Blut, die in das Herz und aus dem Herzen fließen, zu regulieren. Funktioniert eine oder mehrere Herzklappen nicht mehr richtig, kann durch die nun bestehende "Undichtheit", Blut in die falsche Richtung gelangen. Haben sich die Klappen dagegen verengt, kann nur noch eine verminderte Menge an Blut durch die Herzklappe fließen. Da das Herz bei so einem Herzklappenfehler viel mehr Kraft benötigt, um die Blutversorgung aufrecht zu erhalten, folgt meist über kurz oder lang eine Herzschwäche.

Ursachen:
  • angeborene Herzklappenfehler
  • altersbedingter Verschleiß und Verkalkung der Herzklappen
  • Herzinfarkt
  • Entzündungen
  • Autoimmunerkrankungen
Behandlung:

Die Behandlung von Herzklappenfehler ist je nach Art und Schwere unterschiedlich. Bei einer leichten und mittelgradigen Herzklappenstörung können Medikamente das Fortschreiten des Klappenfehlers verlangsamen. Sind die Fehlfunktionen der Klappen jedoch stark ausgeprägt und liegen klinische Beschwerden vor, ist meist eine operative Behandlung die beste Option. Hierzu würde ich Sie an eine spezialisierte Ambulanz überweisen.

 

Herzinfarkt

Ein Herzinfarkt wird durch einen plötzlichen vollständigen Verschluss des Blutgefäßes des Herzmuskels (Herzkranzgefäß) verursacht. Durch den Verschluss wird ein Teil des Herzmuskels nicht mehr mit Sauerstoff und Nährstoffe versorgt, wodurch das abgeschnittene Muskelgewebe auch vom Blutfluss unterbrochen wird. Häufig ist ein Herzinfarkt auf ein Blutgerinnsel zurückzuführen, das sich in einem verengten Blutgefäß bildet und das Gefäß komplett verschließt. Wird das betroffene Gefäß nicht binnen kürzester Zeit wiederhergestellt, kann ein Herzinfarkt lebensbedrohlich sein.

Symptome:
  • Plötzliche Schmerzen in Brust, Schulter & linke Körperhälfte
  • Beklemmungs- oder Engegefühl
  • Angstgefühl bzw. Todesangst
  • erhöhtes Schwitzen (kalter Schweiß)
  • Atembeschwerden
Wie sieht die Situation nach dem Herzinfarkt aus?

Ein Herzinfarkt verändert oft das Leben eines Betroffenen. Einhergehend mit einem Herzinfarkt treten oft folgende Folgen auf:

  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzschwäche
  • Depressionen

Um herzkranken Personen zu helfen, gesund und leistungsfähig in ihren Alltag zurückzukehren, kann eine Rehabilitation Abhilfe schaffen. Durch die Rehabilitation kann auch das Risiko von Herzinfarkt-Folgen reduziert werden.

Durch die Anpassung Ihres Lebensstils können Sie auch zu einer schnelleren Genesung beitragen.

Achten Sie auf folgende Punkte:
  • Verzichten Sie auf das Rauchen.
  • Sorgen Sie für ausreichend Bewegung im Alltag.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit Obst und Gemüse.
  • Vermeiden Sie jeglichen Stress.
Termin vereinbaren
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram