Ein krankes Herz kann nicht warten

16. März 2021
5 Minuten

Wichtige Punkte:

  • Um ein Herzproblem rechtzeitig zu erkennen, muss auf einige Symptome geachtet werden, denn hinter diesen Warnsignalen verbergen sich oft unterschiedlichen Herzprobleme.
  • Prävention ist der erste Schritt zur Gesundheit, denn dadurch können Erkrankungsrisiken frühzeitig reduziert werden.
  • Es gibt viele Risikofaktoren die Herz- und Gefäßerkrankungen begünstigen, aber viele dieser Faktoren lassen sich auch vermeiden.
Das Herz ist der Motor unseres Lebens. Ein gesundes Herz schlägt 100.000 Mal am Tag und pumpt ca. 8.000 Liter Blut durch unseren Körper, um alle Organe mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Ist aber das Herz in seiner Funktion beeinträchtigt, werden Sie in Ihrem Alltag stark eingeschränkt. Im gewissen Fällen besteht durch ein krankes Herz auch Lebensgefahr. Hier wird auch keine Rücksicht auf die Corona-Pandemie genommen.

Was steckt hinter Herzproblemen?

Wir bemerken oft die vielen Schläge, die das Herz durchmacht, nicht mit. Doch in gewissen Fällen müssen Sie auf bestimmte Warnsignale achten, um weiterführende Schäden zu vermeiden. Wenn Ihr Herz wiederholt stolpert oder aus dem Takt gerät, kann eine Erkrankung des Herzes oder des Stoffwechsels dahinterstecken. Wenn Sie aufgrund körperlicher Anstrengung oder Aufregung ein Herzrasen wahrnehmen, ist es oftmals ganz harmlos. Kommt es aber ohne ersichtlichen Grund zu Herzrasen oder kommen Sie schnell außer Puste, dann kann dies ein Anzeichen für ein krankes Herz sein. Um Herzprobleme rechtzeitig zu erkennen, sollten Sie besonders auf folgende Anzeichen achten, denn hinter diesen können sich verschiedene Herzprobleme verbergen:

  • Schmerzen im Brustkorb
  • Atemnot
  • Leistungsabfall (verbunden mit schnellem Gewichtsverlust und rascher Ermüdung)
  • Rhythmusstörungen
  • Schwellungen an Beinen und Füßen

Was können Sie für ein gesundes Herz tun?

Prävention ist der erste Schritt zu Ihrer Gesundheit. Um herauszufinden, wie Sie Herzerkrankungen vorbeugen können, müssen zunächst die Ursachen festgestellt werden. Es können viele Faktoren zu Herz- und Gefäßerkrankungen beitragen, aber die meisten lassen sich auch vermeiden. Grundsätzlich gilt: Je gesünder Ihre Lebensweise ist, desto geringer ist das Risiko eine Herz- oder Gefäßkrankheit zu entwickeln. Vermeiden Sie folgende Faktoren, um Herz- und Gefäßerkrankungen entgegenzuwirken:

Das Rauchen und die im Zigarettenrauch enthaltenen Substanzen können Ihre Gefäße verengen und den Blutdruck steigen lassen. Dadurch wird auch das Risiko der Entstehung von Blutgerinnsel erhöht. Wenn Sie aber mit dem Rauchen aufhören, wird das Risiko eine Herz- und Gefäßerkrankung zu erleiden gesenkt.

Diabetes hat viele Folgen auf Ihre Gesundheit, dazu zählt unter anderem das erhöhte Risiko für Herzerkrankungen. Durch die hohen Blutzuckerwerte werden Entzündungsreaktionen im Körper gefördert und die unterschiedlichen Stoffwechselvorgänge beeinflusst. Dadurch kommt es zur beschleunigten Schädigung von Gefäßen und führt in weiterer Folge zur Verschlechterung der Pumpleistung des Herzens. Durch einen gesunden Lebensstil und regelmäßigen Kontrollen können Sie richtig vorbeugen.

Bewegungsmangel hat eine Vielzahl negativer Auswirkungen auf Ihre Gesundheit, unter anderem trägt dieser zur Entstehung und Fortschreiten von Herz- und Gefäßerkrankungen bei. Aber mit ausreichend Bewegung können Sie das Risiko verringern und Ihre kognitive Leistungsfähigkeit erhalten.

Je stärker Sie das Normalgewicht überschreiten, desto schwerer muss Ihr Herz arbeiten, weil es mehr Körpermasse mit Blut versorgen muss. Übergewicht ist oft mit Bluthochdruck oder erhöhte Cholesterinwerte verbunden, die zusätzlich das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen. Durch eine Gewichtsreduktion können Sie diesem Risiko entgegenwirken. Auch die regelmäßige Blutdruckmessung ist hier empfehlenswert, um rechtzeitig zu erkennen ob bei Ihnen Bluthochdruck besteht.

Stress entsteht durch Überforderung oder mangelnde Entspannungsmöglichkeiten. Hierbei wird das aktive Nervensystem aktiviert und Stresshormone werden vom Körper ausgeschüttet. Wenn der Stress anhält oder sich häufig wiederholt, kann das die Blutgefäße schädigen und Herzinfarkte hervorrufen. Es ist daher essenziell für ausreichend Entspannung in Ihrem Alltag zu sorgen, hier ist vor allem der Wechsel von Anspannung und Entspannung wichtig.

Sport ist gesund und stärkt das Herz – aber nur, wenn der Körper nicht durch eine Erkrankung geschwächt ist. So sollten Sie nach einer überstandenen Viruserkrankung, wie z.B. dem Influenzavirus oder Rhinovirus, für mindestens zwei Wochen auf jegliche Art von anstrengendem Sport und körperlicher Belastung verzichten. Kehrt man nach einem Infekt zu früh zum Training zurück, kann es passieren, dass sich eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) entwickelt.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Machen Sie nicht den Fehler und lassen Ihre Beschwerden unbehandelt, denn dies kann weiterführende Schäden hervorrufen. Mir ist daher nicht nur die Behandlung von Herzerkrankungen ein besonderes Anliegen, sondern auch die Aufklärung über die Prävention. Grundsätzlich handelt es sich bei der Prävention nicht nur um eine reine Ärztesache, sondern diese erfüllt auch den Zweck Krankheiten bzw. Beschwerden der Patienten vorzubeugen, damit sie gar nicht erst entstehen bzw. fortschreiten. Je früher Ihre Beschwerden abgeklärt werden, desto adäquater kann ich Sie behandeln bzw. eine für Sie entsprechende Therapie ausarbeiten.

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben oder mehr über die Gesundheit Ihres Herzes wissen wollen, dann stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihr Dr. med. univ. Miran Arif, MSc
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